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Informationen der Autismusbeauftragten des Staatlichen Schulamtes Konstanz:

Aktuelle Untersuchungen gehen davon aus, dass bei ca. einem Prozent aller Menschen eine Störung aus dem Autismus-Spektrum vorliegt. Das Verhältnis von betroffenen Männern zu betroffenen Frauen beträgt 4:1.
 
Autismus-Spektrum-Störungen(ASS) gehören zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Das bedeutet, dass nahezu alle Bereiche der Entwicklung schon im frühen Kindesalter betroffen sind. Die Veränderungen sind hirnorganisch bedingt, sie sind angeboren, bisher nicht heilbar und daher ein Leben lang vorhanden.
 
Zu den Autismus-Spektrum-Störungen gehören der frühkindliche Autismus, das Asperger-Syndrom und der atypische Autismus. Mit dem Begriff Autismus-Spektrum wird ausgedrückt, dass Auffälligkeiten und Schwierigkeiten in folgenden Bereichen bei allen Menschen mit Autismus vorhanden sind, dass aber die individuelle Ausprägung und der Schweregrad sehr unterschiedlich sein können.
 
Gemeinsam ist allen autistischen Störungen, dass qualitative Veränderungen in folgenden Bereichen vorliegen:

  • der sozialen Interaktion
  • der Kommunikation
  • der sensorischen und sozialen Wahrnehmung
  • im Verhaltens- und Interessenrepertoire
  • in der Entwicklung und Ausprägung von Sonderinteressen

Schüler und Schülerinnen mit einer Diagnose aus dem Bereich ASS werden entsprechend ihrer kognitiven Begabung an allen Schularten unterrichtet.
Die Diagnostik einer ASS erfolgt durch einen Kinder- und Jugendpsychiater.
 
 
Bei vorliegender Diagnose umfasst die Tätigkeit der Autismus-Ansprechpartner folgende Bereiche:

  • Beratung von Eltern, Schüler und Schülerinnen, Lehrkräften, Schulleitungen, Schulbegleitern und Mitschülern
  • Information über Autismus-Spektrum-Störungen
  • Beratung über geeignete Lernkonzepte und umfassende Unterstützungsmöglichkeiten
  • Mitwirkung bei der individuellen Bildungsplanung
  • Beschreibung des individuellen Teilhabebedarfs
  • Kooperation mit allen Beteiligten – Schülern und Schülerinnen, Familie, Schule, Trägern der Eingliederungshilfe, Trägern der Jugendhilfe, Ärzten, Kliniken und Therapeuten und sonstigen Personen im Helfernetzwerk, um den bestmöglichen individuellen Lern- und Entwicklungsweg zu begleiten.

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